Elegant.
Zeitlos.
Historisch.
Die Geschichte des Hotel Mirabell Alpine Garden Resort & Spa in Seis am Schlern
Ein historischer Ansitz mit großer Tradition in den Dolomiten, der bis heute den Charme vergangener Zeiten bewahrt hat.
Mit der Eröffnung der Brennerbahn im Jahr 1867 und dem anschließenden Bau der Straße im Jahr 1887 entwickelte sich Seis am Schlern zu einem bedeutenden Reiseziel der Sommerfrische in den Dolomiten. Zur besonderen Anziehungskraft des Ortes trugen die klimatischen Vorzüge, die eindrucksvolle Lage am Fuße des Schlerns und die eleganten Villen wohlhabender Bozner Bürger, die hier ihre Sommerresidenzen errichten ließen, bei. Erst später gewann auch der Bergtourismus rund um Seis am Schlern, das Schlerngebiet und die Seiser Alm zunehmend an Bedeutung. Einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Hotellerie leistete Herr Honeck aus der Meraner Gegend: In den Sommermonaten, in denen die Hotels in Meran geschlossen waren, wurden Inventar und Personal nach Seis gebracht, um die Sommersaison nachhaltig zu beleben.
Gekrönte und ungekrönte Häupter, Künstler, Schriftsteller und weitere bedeutende Persönlichkeiten verbrachten ihren Urlaub in Seis am Schlern und verliehen dem Ort ein weltoffenes, kosmopolitisches Flair. Zu den prominenten Gästen zählten König Friedrich August von Sachsen mit Familie, der Schriftsteller Sigurd Ibsen, der Schauspieler und Dramatiker Bjørn Bjørnson, der Pianist Friedmann, der Herzog von Aosta, der Dirigent Arturo Toscanini sowie die Maler Leo Putz und Willy Valier. Auch zahlreiche russische Persönlichkeiten sind in den Gästelisten des vergangenen Jahrhunderts verzeichnet. Diese elitären Besucher prägten Seis am Schlern, seine historische Architektur und seine touristische Entwicklung auf besondere Weise.
Das Hotel Mirabell Alpine Garden Resort & Spa in Seis am Schlern war einst der Sommeransitz des russischen Grafen Aleksej Bobrinskij, des letzten Botschafters des Zaren am Wiener Kaiserhof.
Eine kleine Zeitreise…
1907
Der Forscher, Ethnograph und Graf Aleksej Alekseevic Bobrinskij kam mit seiner tuberkulosekranken Frau Elisa Aleksandrovna Peterson nach Seis, in der Hoffnung die gesunde Bergluft könne sie heilen.
1908
Der Hotelier Michael Honeck verkaufte dem Grafen am Larenzer Waldrand ein alleinstehendes Anwesen mit einem kleinen, alten Hof namens Aichstaud.
1909
Bobrinskij ließ vom namhaften Architekten Marius Amonn die Villa Aichstaud errichten und wählte den Ort nach der russischen Revolution als Domizil für sich und seine Gemahlin. Die Villa wurde höchst modern eingerichtet und mit zahlreichen Wertgegenständen, Möbeln, Kunstwerken und Büchern, die der Graf von seinen Reisen mitbrachte, geschmückt.
1914
Das Ehepaar beschloss nach Russland zurückzukehren, wo Elisa Peterson ein Jahr später verstarb. Während des Krieges blieb die Haushälterin Elmira Wehn in Seis und kümmerte sich um Haus und Garten.
1918-1920
Im Frühsommer 1918 war der sehr gebildete Aleksej Bobrinskij gezwungen seine Heimat zu verlassen. Er kehrte mit seiner inzwischen zweiten Ehefrau nach Seis zurück, nahm seine wissenschaftliche Tätigkeit wieder auf und kümmerte sich ausgiebig um seinen Garten und seine Rosen. In dieser Zeit wurde die Villa zu einem Treffpunkt russischer Aristokraten, Künstler und Wissenschaftler. Zu den Gästen zählten die Grafen Šeremetev, Fersen, Volkonskij, Jusupov, Galicyn und Širkov.
1921
Bedingt durch die ökonomische Krise und Inflation konnte der Graf seinen Lebensstil nicht mehr beibehalten und wandelte die Villa in eine Pension mit Zimmern für 12 Gäste um.
1936
Bobrinskij verkaufte die Pension an Josef Pattis und Maria Gasser, den Großeltern des heutigen Besitzers. Der Graf zog in ein kleines Haus ins Dorf, wo er zwei Jahre später verstarb.
1938
Josef Pattis erweiterte die Villa und ließ den noch bestehenden Langflügel anbauen.
1939-1945
Während des zweiten Weltkrieges blieb das Haus geschlossen.
1946
Das Hotel Mirabell eröffnete wieder und auch in den darauffolgenden Jahren verweilten verschiedene Berühmtheiten im Haus: Sir Rudolf Bing, Filmschauspieler Marcello Mastroianni und Armando Francioli, Schauspielerin Hannerl Matz, Opernsänger Moll und Güden, Monika Mann (Tochter des Schriftstellers Thomas Mann).
1960
Zita Pattis und ihr Ehemann Oscar Egger übernahmen das Hotel Mirabell. Oscar Egger und sein Sohn Alexander waren stets bemüht, die Hinterlassenschaft Bobrinskijs zu erhalten.
1974-2011
Das mittlerweile umgebaute und erweiterte Mirabell Alpine Garden Resort & Spa wurde nun von Zitas und Oscars Sohn Alexander Egger und seiner Frau Margit geführt.
Seit 2012
Die beiden Töchter Marion und Jessica führen bereits in 4. Generation das Hotel Mirabell. Auch ihnen ist es ein großes Anliegen die Geschichte des Hauses zu wahren, so finden sich neben modernen Einrichtungen noch originale Bilder, Möbelstücke und wertvolle Einlegearbeiten, die an die Zeit des russischen Adligen erinnern und den Charme des Hauses ausmachen.